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Laboratorio teatrale in lingua tedesca
diretto da Dirk Plönissen
4-5 aprile e 6-7 maggio 2003 |
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Unsichtbarkeit oder Die beiden Ehemänner tratto dall’opera Mr. Pilks Irrenhaus |
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1. MANN zaghaft Ist da jemand? Der zweite Mann ist von der körperlosen Stimme beunruhigt. Der 1. Mann rutscht auf dem Stuhl herum und bewegt ihn dabei. 2. MANN zaghaft Ist da wer? 1. MANN Wo sind Sie? 2. MANN Wer sind Sie? 1. MANN Was machen Sie hier? 2. MANN Ich wohne hier. 1. MANN Nein, ich wohne hier. 2. MANN Nein, ich wohne hier. 1. MANN Wo sind Sie? 2. MANN Wo sind Sie? Beide bewegen sich vorsichtig auf die Stelle zu, wo sie den anderen vermuten. Sie gehen haarscharf aneinander vorbei. Da sie sich nicht finden, gehen sie ebenso vorsichtig wieder zurück und kommen nur wenige Zentimeter voneinander entfernt zum Stehen. Als sie sich wieder entspannen, reicht diese kleine Bewegung schon aus, um sich zu berühren. Beide springen erschreckt beiseite. Dann finden sie sich und befühlen sich. 1. MANN Sie sind
unsichtbar. Sie sind ein unsichtbarer Mensch. 2. MANN Sie auch. 1. MANN Ich kann mich sehen. 2. MANN Mich kann ich auch sehen. 1. MANN Wer sind Sie? 2. MANN Ich heisse Hollander, und das ist
meine Wohnung. 1. MANN Ich heisse Hollander, und das ist
meine Wohnung. 2. MANN Ich glaube, wir sind in eine
Zeitschleife geraten. Ich meine, Sie sind hineingeraten. Ich habe darüber
mal einen Film gesehen. 1. MANN Und was fangen wir jetzt damit
an? 2. MANN Sie müssen
gehen. 1. MANN Warum denn ich? Ich gehöre in
Wirklichkeit hierher. 2. MANN Ich glaube, Sie irren sich. 1. MANN Ich werde ganz bestimmt nicht
gehen. 2. MANN Und ich schon gar nicht. Beide setzen sich entschlossen hin. Die Frau tritt auf. Beide unisono. 1. und 2.
MANN Hallo
Liebling! FRAU Hallo Schatz! |
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Ken Campbell, geb. 1941 ist ein britischer Dramatiker, Regisseur und Schauspieler. 1961 erhielt er sein Schauspiel-Diplom. 1967 engagierte ihn das Victoria Theatre in Stoke on trent als Schauspieler und Hausautor. 1980/81 war er Direktor am Everyman Theatre in Liverpool. Ken Campbell schrieb 1973 unter dem
Pseudonym Henry Pilk eine Serie von Mini-Dramen und betitelt sie mit
Mr. Pilks Irrenhaus. In den Shortplays werden alltägliche oder
auch nicht alltägliche Dinge des Lebens aufgegriffen und auf die Spitze
getrieben. Die Grenzen zwischen Normalität und Irrsinn vermischen sich,
Realität und Phantasie stehen nebeneinander. |